Momente

Dieser Moment. So schön wie pure Liebe, so traurig wie der schlimmste Tod. So unwirklich und doch realer als alles Andere. Dieser Augenblick, wenn die Seele an die Quelle der Wahrheit und Schönheit andockt und alles zu begreifen vermag, endlich losgelöst von den eisernen Fesseln des Verstandes. Während die Seele in den tiefen des ursprünglichen Seins schwebt, liegt der stolze Verstand gedemütigt auf dem Boden und muss zum ersten mal erfahren, dass nicht er alleiniger Herrscher unseres Ichs ist. Diese Momente der reinsten und schönsten Form des Menschen sind so omnipräsent und doch von nur so wenigen, so selten erlebbar. Es sind diese winzigen Momente, die sich jedes mal anders und doch gleich anfühlen. Es sind die wunderschönen Reflexe des Flusses, erzeugt von der nicht vorhandenen Oberfläche des Wassers. Taucht man hinein, erkennt man, wie tief, kalt, wundervoll und echt dieses Wasser des Glückes ist, dass an einem in dem Moment die Brust zuschürt und seine Kälte alles Energie aus dem Köüer auszusaugen scheint.

Doch bleibe noch dort. Schaue hoch und realisiere, dass nicht das Wasser nur eine Reflexion ist, wie „sie“ behaupten, nein der Himmel und ihre Welt ist ein Reflexion auf der unruhigen Oberfläche der Wahrheit.

Schreiben

Warum schreibt man?

Ich schreibe solange ich denken kann. Ich schreibe und werfe das meiste irgendwann weg, manches hebe ich auf, ohne zu wissen warum. Mir wäre nie in den Sinn gekommen einen Blog zu eröffnen und den ganzen Rotz zu präsentieren. Doch mache ich es nun. Warum das weiß ich nicht.

Was bringt den manchen Menschen dazu, dass sie schreiben müssen und separiert sie von denen, die nicht schreiben.

Sind es nicht oft die selben Themen, die selben Gründe warum man schreibt?

Sind nicht oft unberedbare Gedanken, Grenzerfahrungen, Drogen und eine eigenartige Einsamkeit der Grund, warum Menschen schreiben ?

Ist es nicht irgendwo ein Ruf nach dem gefunden werden wollen ohne zu suchen? Das doch irgendwann, irgendjemand die Texte, die unter dem Bett herausquellen liest und einem leise zustimmt, einem mit einem Blick sagt, dass man verstanden wurde? Oder ist es nur ein Zeitvertreib, weil Fernsehen, Spiele und das Internet nicht zu einem durchdringen? Weil die Geselligkeit mit anderen, so schön sie auch ist, einem fad und unbefriedigend vorkommt. Oder ist es eine gewisse Hochnäsigkeit, dass man denkt, man hätte etwas mitzuteilen, das keiner verstehen kann und man ja gezwungen ist es wenigstens mit sich selbst mit einem Stück Papier zu teilen?

Was es auch ist. Es ist notwendig. Es ist keine freie Entscheidung, sondern ein Reflex. Ein natürliches Bedürfnis wie Hunger und Müdigkeit, die man ohnehin nur schwach wahrnimmt. ES muss also sein. So wie andere soviel reden müssen ohne etwas zu sagen, möchte man soviel sagen und kann nicht darüber reden.

Also schreibe weiter. Schreibe Schreibe Schreibe. Schreibe einfach, weil es doch keinem schadet. Weil es sicher schlimmere und schädlichere Optionen gibt, seine Freizeit zu verbringen und du ja ohnehin immer die schlimmsten und schädlichsten wählst, sobald du die Möglichkeit hast.